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BGM-Preis Mittlerer Niederrhein

Für die Unternehmen mit dem besten Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Die Preisträger des BGM-Preises Mittlerer Niederrhein mit den Jurymitgliedern Susanne Thywissen, Prof. Dr. Lutz Packebusch und Dr. Ralf Wimmer sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz

Um für das wichtige Thema BGM zu werben und Best-Practice-Beispiele der Öffentlichkeit vorzustellen, haben wir als IHK zum ersten mal den Wettbewerb „BGM-Preis Mittlerer Niederrhein“ ausgelobt. Mit dieser Auszeichnung möchten wir Unternehmen würdigen, die sich mit kreativen Maßnahmen umfassend, systematisch und nachhaltig für ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement einsetzen. Eine unabhängige Expertenjury hatte die Sieger in drei Kategorien – kleine, mittlere und große Unternehmen – ausgewählt.

Kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern:

BGM-Preiträger der Kategorie „Kleine Unternehmen“ mit Jurymitglied Susanne Thywissen und IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz

In der Kategorie „Kleine Unternehmen“ wurden der Stautenhof Beate Leideres e.K. in Willich mit dem ersten, die Rechenzentrum Hartmann GmbH & Co. KG in Mönchengladbach mit dem zweiten und der Schwimmverein Bayer Uerdingen 08 e.V. in Krefeld mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Mittlere Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern:

BGM-Preiträger der Kategorie „Mittlere Unternehmen“ mit Jurymitglied Prof. Dr. Lutz Packebusch und IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz

Zweimal wurde der erste Platz in der Kategorie „Mittlere Unternehmen“ verliehen: an die Krefelder Laufenberg GmbH und die Kempener Lackwerke Peters GmbH & Co. KG. Den dritten Preis in dieser Kategorie sicherten sich die Solenis Technologies Germany GmbH und die Alberdingk Boley GmbH – beide aus Krefeld.

Große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern:

BGM-Preiträger der Kategorie „Große Unternehmen“ mit Jurymitglied Dr. Ralf Wimmer und IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz

In der Kategorie „Große Unternehmen“ wurden die Sozial Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH mit dem ersten Preis und die NEW AG in Mönchengladbach mit dem zweiten Preis geehrt.

Keynote

Keynote-Speaker Babak Rafati bei der Verleihung des BGM-Preises Mittlerer Niderrhein in der IHK.

Die Keynote des Abends hielt der ehemalige Bundesligaschiedsrichter Babak Rafati. In seinem Vortrag „Brennen statt auszubrennen“ zeigte er auf welche Rolle die Gesundheit für ein erfolgreiches Arbeiten hat. Der gelernte Bankkaufmann war lange Zeit in Führungspositionen tätig und viele Jahre FIFA- und Bundesligaschiedsrichter, bis er 2011 versuchte, sich unmittelbar vor einem Bundesligaspiel in einem Hotelzimmer das Leben zu nehmen. In seinem sehr offenen und persönlichen Vortrag schilderte Rafati, wie eine 18-monatige Lebenskrise und eine schwere Depression ihn zu dieser Verzweiflungstat geführt hatten. „Was sind die Ursachen für Stress? Der Job? Der Chef? Der Leistungsdruck? Oder sind wir es selbst?“, fragte Rafati. „Ich bin ein Paradebeispiel für falsches Verhalten.“

Eindrucksvoll schilderte Rafati, wie er den Weg aus der Krise gefunden hat: „Eine feste emotionale Basis durch die Unterstützung meiner Frau und eine Therapie haben mir letztlich das Leben gerettet.“ Stress habe er nach wie vor – aber heute wisse er, wie er damit umzugehen habe. Er hielt ein Plädoyer für ein „Change Management zu einer starken Selbstführung“ und vermittelte seine Strategien für ein Stressmanagement: „Achten Sie auf Gleichgewicht, Balance, klare Kommunikation und Selbstbestimmung. Lassen Sie sich nicht von anderen treiben und achten Sie darauf, was ihnen guttut.“ Rafati appellierte an die Unternehmer: „Kümmern Sie sich um die psychische Gesundheit Ihrer Mitarbeiter, Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet Wertschätzung der Mitarbeiter – sie werden es Ihnen zurückzahlen.“

Weiteres

Um die Preisträger etwas näher kennenzulernen werden wir diese in den nächsten Wochen auf diesem Blog einzeln vorstellen. Dabei werden wir unter anderem darauf eingehen, wie sie sicherstellen, dass das BGM den Bedürfnissen der Mitarbeiter entspricht, welchen Schwierigkeiten sie auf dem Weg begegnet sind, wie sie damit umgegangen sind und welche Angebote bei den Mitarbeitern besonders gut bzw schlecht ankommen. Wir freuen uns auf die Berichte und wünschen auch an dieser Stelle allen Preisträgern noch einmal: Herzlichen Glückwunsch!

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